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Gemeinderatsverhandlungen vom 28.02.2017

Holzrückhalt Papieri zur Vernehmlassung verabschiedet

Das Hochwasserereignis von Ende Juli 2014 hat gezeigt, dass die bisher erstellten Anlagen bei einem Extremereignis für den Rückhalt von Holz noch nicht genügen. Bei der Papieri soll ein neuer Holzrückhalt erstellt werden. Die Gemeinden Au und Berneck haben das Auflageprojekt zuhanden der kantonalen Fachstellen verabschiedet.

Abklärungen der zu erwartenden Holz- und Geschiebemengen haben ergeben, dass Defizite in der Grössenordnung von 2'000 m3 bis 4'000 m3 vorhanden sind. Deshalb wurden insgesamt sechs Standorte zwischen Schlossbrugg und Sonderegg (AI) evaluiert und anhand von verschiedenen Kriterien beurteilt. Die Gegenüberstellung der möglichen Standorte hat ergeben, dass die Standorte Papieri und Dürrenbommert die besten Lösungen darstellen. Unter Berücksichtigung einer Gewichtung (vor allem Wirksamkeit und 2. Standort) wurde der Standort Papieri für die Realisierung gewählt. Der Holzrückhalt kommt zwischen Ausgang Taatobel und dem Steg Nördliweg zu liegen. Damit die Anlage in der erforderlichen Grösse und mit der notwendigen Zufahrt und Wendemöglichkeit erschlossen werden kann, müssen die Gebäude und Anlagen der bestehenden Liegenschaft zurückgebaut werden. Die Gemeinde Berneck hat die Liegenschaft deshalb zulasten des Projektes im Herbst 2016 erworben.

Die damit zur Verfügung stehenden Platzverhältnisse machen es möglich, dass der Bachraum auf einer Länge von rund 100 m in die beiden Bereiche Gerinne und Rückhalteraum aufgeteilt werden kann. Damit ist gewährleistet, dass bei kleineren Hochwasserereignissen (bis ca. Dreissigjähriges Hochwasser [HQ30]) der Geschiebetransport nicht beeinträchtigt wird und auch bei grösseren Ereignissen der grössere Teil des Geschiebes weiter bachabwärts (Rückhalt Dürrenbommert) transportiert wird. Die Teilung des Bachraumes erfolgt mit grossen Bruchsteinen bzw. mit einer Betonmauer. Zusammen mit den bis zu 4 m hohen Stahlsäulen, die in der Betonmauer verankert sind, bilden sie den Rückhalteraum mit einem Volumen von rund 4'000 m3.

Mit dem vorgesehenen Holzrückhalt sollte genügend zusätzliches Rückhaltevolumen geschaffen, um Geschiebe- und Holzanfall eines hundertjährlichen Hochwasserereignisses am Littenbach zurückzuhalten. Je nach sich einstellender Auflandungstendenz in den Rückhalteräumen können sogar die Geschiebe- und Holzmengen eines 300-jährlichen Ereignisses gespeichert werden.

Für den Bau der Holzrückhalteanlage Papieri und den notwendigen Ausbau der Zufahrt sowie den Bau des Wendeplatzes muss mit Kosten in der Höhe von CHF 2'400’000 gerechnet werden. Vorliegend handelt es sich um ein vorgezogenes Hochwasserschutzprojekt im Rahmen des gemeinsamen Hochwasserschutzprojektes Littenbach-Aecheli Au-Berneck. Die Kosten für den «Holzrückhalt Papieri» gehen deshalb nach Abzug von Kantons- und Bundesbeiträgen (ca. 66-75 %) zulasten der Politischen Gemeinden Au (2/3) und Berneck (1/3).

Die Gemeinderäte Au und Berneck haben das Auflageprojekt «Holzrückhalt Papieri» Ende Februar 2017 verabschiedet. Nach Vernehmlassung durch die kantonalen Fachstellen erfolgt die Projektauflage voraussichtlich im Mai 2017. Mit den Arbeiten soll im Spätsommer 2017 begonnen werden, wobei Vorbereitungsarbeiten bereits früher möglich sind (z.B. Abbrucharbeiten).


Bürgerversammlung 2017

Die ordentliche Bürgerversammlung der Politischen Gemeinde Berneck findet am Freitag, 31. März 2017, um 20.00 Uhr, zusammen mit der Primarschulgemeinde Berneck in der Mehrzweckhalle Bünt Berneck statt.

Es wurde folgende Traktandenliste festgelegt:

1.    Vorlage der Jahresrechnungen 2016 und des Berichts der Geschäftsprüfungskommission
2.    Vorlage von Voranschlag und Steuerplan 2017
3.    Allgemeine Umfrage


Grabräumung im Frühling 2017

Seit 2013 ist das geänderte Reglement über den Friedhof und die Bestattungen der Politischen Gemeinde Berneck in Kraft. Die Grabesruhe der Gräber an der Urnenwand und der neuen Urnengrabstätte wurden von bisher 20 Jahren auf die gesetzlichen 10 Jahre reduziert. Dies gilt für alle Todesfälle ab 2013.

Nach Ablauf der Grabesruhe von 20 Jahren sollen im Frühling 2017 verschiedene Erdbestattungs- und Urnengräber sowie Gräber in der Urnenwand aus dem Jahre 1996 geräumt werden. Es wird auf das separate Inserat, das im Oktober 2016 im „Rheintaler“ erschienen ist, verwiesen. Die betroffenen Gräber tragen einen Schildernachweis. Die Angehörigen werden ersucht, Grabsteine und Bepflanzungen in der Zeit vom 18. April 2017 (nach Ostern) bis 19. Mai 2017 zu entfernen. Für die Pflanzabfälle soll die bei der Aufbahrungshalle stationierte Mulde benützt werden. Über nicht abgeholte Grabsteine und Pflanzen verfügt nach dem 19. Mai 2017 die Gemeinde.


Meldewesen / Registratur von Hunden

In der Schweiz müssen alle Hunde gechipt und bei der Heimtierdatenbank AMICUS registriert sein.

Die Anschaffung eines Hundes ist der Hundekontrolle (Denise Kuratli, Leiterin Einwohneramt) umgehend zu melden. Anschliessend ist die Registrierung bei AMICUS sicherzustellen. Die erstmalige Registrierung des Hundes (z.B. wenn der Hund aus dem Ausland stammt) hat durch einen Schweizer Tierarzt zu erfolgen. Die Abgabe bzw. der Tod eines Tieres ist ebenfalls zwingend bei AMICUS und der Hundekontrolle zu melden. Meldungen an die Hundekontrolle können persönlich, telefonisch oder über das entsprechende Formular im Online-Schalter auf www.berneck.ch erfolgen.


Erteilte Baubewilligungen

im ordentlichen Verfahren: 
  • Hartmann Felix und Monika, Auerstrasse 18, 9442 Berneck, für den Anbau einer Garage an das bestehende Gebäude, Grundstück Nr. 310, Auerstrasse 18, 9442 Berneck.


Arbeitsvergaben

Der Gemeinderat hat folgende Arbeiten vergeben:
  • Arbeiten betreffend Blitzschutzsanierung zum Angebot von CHF 9'039.75 inkl. MwSt. an die Forster Haustechnik AG, Littenbachstrasse 35, 9442 Berneck;
  • Arbeiten betreffend Tiefbau Blitzschutzsanierung zum Angebot von CHF 13'100.40 inkl. MwSt. an die Karl Bürki GmbH, Taastrasse 22, 9442 Berneck.
 
Der Gemeinderat Berneck hat zudem 

…   die Schlussabrechnung der «Erweiterung Bauamt Rathausplatz 5» zur Kenntnis genommen. Die Aufwendungen lagen mit CHF 138‘918.30 knapp CHF 19‘000 über Budget. Die Mehrkosten sind durch unvorhersehbare statische Anpassungen an der Holzkonstruktion und aufwendige Leitungsführungen entstanden.


Ratssaal Berneck neu möbliert

Bereits im letzten Jahr wurden die Aufträge für den neuen Tisch samt Beleuchtung im Ratssaal sowie die Lieferung der Sitzungsstühle erteilt und grösstenteils abgerechnet. In den letzten Tagen wurde das neue Mobiliar geliefert und installiert.


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Freundliche Grüsse

Gemeinderatskanzlei Berneck
Der Gemeinderatsschreiber
Philipp Hartmann
28.02.2017

Dokument Gemeinderatsverhandlungen vom 28.02.2017 (pdf, 418.2 kB)


Datum der Neuigkeit 28. Feb. 2017
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